Konzert mit einer Uraufführung

   

Die Musikgesellschaft Kappelen-Werdt hat am Frühjahrskonzert mit afrikanischem Gesang und einer Uraufführung aufgewartet. Die Besucherinnen und Besucher waren begeistert.

spr. Den Auftakt machten die 22 Musikanten der Jugendband Aarberg-Kappelen, unter der Leitung von Christoph Stadler. Der Nachwuchs trug ein abwechslungsreiches Repertoire vor. Mit dem witzig interpretierten Stück «Circus sweet», in dem Sascha Gfeller als Zirkusdirektor auftrat, konnte das Publikum sogar Zirkusluft schnuppern. Und die geforderte Zugabe «King of the road» kam mit diesem Swing sowieso perfekt an.

Zum ersten Mal vorgetragen

Eigens für die Musikgesellschaft Kappelen-Werdt (MGKW) hat der junge Freiburger Komponist Benedikt Hayoz das Musikstück «Deep blue» geschrieben. Am traditionellen Frühjahrskonzert kam es nun zur Urauf- führung. Die anspruchsvolle, schwierige, gar etwas abstrakte Komposition verlangte von den Musikanten einiges ab und stiess gleichzeitig nicht ganz auf die ihr würdige Resonanz beim Publikum.
«Eigentlich wollten wir dieses Stück im Sommer am eidg. Musikfest in Luzern vortragen, nun haben wir uns anders entschieden», verriet Dirigent Christoph Stadler. Warum? «Weil diese Komposition die absolute Perfektion verlangt. Der kleinste Fehler wäre hörbar und würde den kritischen Expertenohren nicht entgehen», erklärte der 39-jährige Berner, der die MGKW seit sechs Jahren leitet.

Hauch von Exotik

Eines der Konzert-Highlights war das wunderschöne Musikstück «Try your tears, Africa» aus dem Filmsoundtrack des Spielberg-Streifens «Amistad». Die Gesangsbegleitung des speziell gegründeten Ad-hoc-Chors verlieh der Interpretation mit melodiösem Klang und mystischem Rhythmus einen Hauch Exotik des Schwarzen Kontinents.
Weitere Ohrwürmer waren «Pacific dreams», mit anspruchsvollen Taktwechseln, «The blue and the grey», das amerikanische Refrains zum Besten gab, eine swingende Hommage an den legendären Benny Goodman und «Beyond the sea» aus dem Disney-Film «Findet Nemo». Es war Ehrensache, das begeisterte Publikum zum Schluss mit zwei Zugaben zu belohnen.
 

 
 
 

Last update 17.09.2006